Bildschirmarbeitsplatz mit Bürostuhl

Bildschirmarbeit: So lässt sich der ideale PC-Arbeitsplatz gestalten

Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Bildschirmarbeitsplatz?
Bildschirmarbeit in Deutschland mit einem ansteigenden Trend
Gesetzliche Vorschriften zur PC-Arbeit im Büro
Arbeitsplatz für die Bildschirmarbeit richtig gestalten
PC-Arbeitsplätze: Lichtverhältnisse und Tischgröße als Kriterium
Höhenverstellbare Schreibtische sind die optimale Lösung für Bildschirmarbeit
Ergonomische Arbeitsmittel für die Bildschirmarbeit
Arbeit am PC-Arbeitsplatz kann zu Belastungen führen
Tipps für gesundes Arbeiten am Bildschirm

Menschen verbringen teilweise ihren gesamten Arbeitstag, also häufig auch mehrere Stunden, vor einem Bildschirm. Damit daraus keine gesundheitlichen Nachteile entstehen, ist es wichtig, den Bildschirmarbeitsplatz optimal einzurichten.

Was ist ein Bildschirmarbeitsplatz?

Bevor die Frage zu klären ist, wie ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz mit Bildschirm gestaltet sein sollte, ist zu spezifizieren, wann von Bildschirmarbeit die Rede ist. Die Definition für einen Bildschirmarbeitsplatz ist in der Arbeitsstättenverordnung hinterlegt. Nach Paragraf 2 Absatz 5 handelt es sich dabei um einen Arbeitsplatz, der sich in einem Raum befindet und mit Bildschirmgeräten und weiteren Arbeitsmitteln ausgestattet ist.

Die Verordnung versteht unter einem Bildschirmgerät eine Funktionseinheit, die visuelle Informationen darstellt und durch weitere Bestandteile ergänzt wird. Dazu gehören beispielsweise Einrichtungen für die Eingabe oder Ausgabe von Daten, Steuerungselemente und Kommunikationsmittel wie ein Rechner sowie Software. Alle Komponenten der Einheit sind unterstützend dafür gedacht, die anfallenden täglichen Arbeitsaufgaben erledigen zu können.

Eine andere Perspektive auf einen Bildschirmarbeitsplatz kommt aus der Informationstechnologie (IT). Hier lässt sich der Arbeitsplatz mit Bildschirm als eine Kombination von Geräten definieren, die jeweils eine Schnittstelle zwischen Menschen und Maschinen bilden. Auch hier zählt typisches Equipment eines PC-Arbeitsplatzes dazu, etwa eine Tastatur, eine Computer-Maus, ein Monitor und die Software, die alle diese Geräte steuert.

Darüber hinaus schließt das allgemeine Verständnis für einen PC-Arbeitsplatz weitere Bestandteile und Arbeitsmittel ein. Aufzählen lassen sich hierfür der Schreibtisch, der Bürostuhl, Ablagen oder Geräte wie ein Telefon, ein Drucker oder ein Scanner.

Bildschirmarbeit in Deutschland mit einem ansteigenden Trend

In Deutschland arbeitete laut Digital Office Index, herausgegeben vom Digitalverband Bitkom, bereits im Jahr 2018 knapp die Hälfte der berufstätigen Menschen an einem Computerarbeitsplatz. Die Zahl ist besonders hoch bei Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen. Der Anteil der Büroangestellten lag im selben Jahr bei knapp 37 Prozent im Verhältnis zu den knapp 45 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland.

Durch die Digitalisierung ist dieser Anteil der Arbeitnehmer tendenziell weiter angestiegen, auch wenn sich viele Büroangestellte aufgrund flexibler Arbeitsmodelle zunehmend ihren Arbeitsplatz remote im Homeoffice einrichten, statt weiterhin im Büro zu arbeiten.

Nahezu jedes Unternehmen besitzt heute mindestens einen PC-Arbeitsplatz. Selbst im Handwerk oder anderen Berufsfeldern sind digitale Geräte inzwischen ein Standard im Arbeitsalltag. Dadurch erhöht sich stetig auch die Anzahl der Bildschirmarbeitsplätze sowie die Stundenzahl, die Menschen in Summe vor einem Bildschirm sitzen und arbeiten.

Gesetzliche Vorschriften zur PC-Arbeit im Büro

Die Europäische Union hat am 29. Mai 1990 für alle Beschäftigten, die regelmäßig und mit wesentlichem Anteil ihre Arbeit als Bildschirmarbeit ausführen, die EG-Richtlinie 90/270/EWG erlassen. Die Norm regelt Mindestvorschriften hinsichtlich Sicherheit und Gesundheitsschutz an einem Bildschirmarbeitsplatz. Diese Richtlinie wurde auch in Deutschland umgesetzt. Die Bundesregierung hat auf Grundlage der Ermächtigung in Paragraf 19 des Arbeitsschutzgesetz eine Verordnung zur Bildschirmarbeit erlassen. Die Regelung ist später in der Arbeitsstättenverordnung aufgegangen.

In den Paragrafen 3 und 3a der Arbeitsstättenverordnung sowie in Verbindung mit dem Anhang zu den Anforderungen und Maßnahmen für Arbeitsstätten (Paragraf 3 Absatz 1 Nummer 6) sind alle Anforderungen für die Bildschirmarbeit geregelt. Die Verordnung bietet aufgrund ihrer ausführlichen und detaillierten Inhalte eine gute Vorgabe, um einen Arbeitsplatz mit Bildschirm ergonomisch einzurichten.

Arbeitsplatz für die Bildschirmarbeit richtig gestalten

Ganz generell ist ein PC-Arbeitsplatz laut Verordnung so einzurichten, dass die Sicherheit und der Schutz der Gesundheit des Menschen, der an diesem Arbeitsplatz beschäftigt ist, jederzeit gewährleistet bleibt. Um dieses Ziel zu erfüllen, ist es maßgeblich, alle Grundsätze für einen ergonomischen Arbeitsplatz zu berücksichtigen. Dazu gehören sowohl die technischen Arbeitsmittel als auch Möbelstücke wie ein höhenverstellbarer Schreibtisch und ein ergonomischer Bürostuhl.

Außerdem bedeutet Ergonomie, den Stuhl, den Schreibtisch und den Bildschirm so einzustellen, dass Menschen, die am Schreibtisch arbeiten, immer eine gesunde Körperhaltung einnehmen können, ohne durch eine verkehrte Sitzhaltung eine Beeinträchtigung der Gesundheit zu erfahren. Dabei spielt auch die Ausrichtung des Monitors eine gewichtige Rolle. Der Blick auf den Bildschirm sollte durchgängig mit einer natürlichen Kopfhaltung und einem leicht abgesenkten Blick möglich sein. Als ideale Blicklinie von den Augen bis zum Monitor gilt eine Neigung von etwa 35 Grad ausgehend von einer gedachten waagerechten Linie.

PC-Arbeitsplätze: Lichtverhältnisse und Tischgröße als Kriterium

Ein Bildschirmarbeitsplatz benötigt idealerweise viel natürliches Licht, das durch ein Fenster von draußen in den Raum fällt. Deshalb wird empfohlen, den Arbeitsplatz mit PC so auszurichten, dass der Bildschirm in einem Winkel von 90 Grad zum Fenster auf dem Schreibtisch stehen kann. Deshalb kommt es besonders bei einem Bildschirmarbeitsplatz auf die richtige Schreibtisch-Position an. Denn natürliches Licht ist optimal für die Bürobeleuchtung, bei der weitere Leuchten für ideale Lichtverhältnisse bei der Bildschirmarbeit sorgen.

Die Arbeitsfläche eines Bildschirmplatzes beträgt idealerweise mindestens 160 x 80 Zentimeter. Dann ist ausreichend viel Platz vorhanden, um alle Arbeitsgeräte und Monitore auf der Tischplatte unterzubringen. Wer zwei Bildschirme nutzt, kann auch auf größere Tischplatten zurückgreifen. Hinsichtlich der Tischgröße ist es zudem wichtig, dass die Beine unter dem Tisch ausreichend Platz haben, um eine ergonomische Sitzhaltung einnehmen zu können. Als Richtwerte für die Beinfreiheit unter dem Schreibtisch gelten Werte von mindestens 58 Zentimeter in der Breite, 65 Zentimeter in der Höhe und 70 Zentimeter in der Tiefe.

Höhenverstellbare Schreibtische sind die optimale Lösung für Bildschirmarbeit

Ein Sitz-Steh-Schreibtisch, der die Möglichkeit bietet, abwechselnd im Sitzen oder Stehen zu arbeiten, unterstützt eine gesunde Körperhaltung. Aus diesem Grund bietet ein höhenverstellbarer Schreibtisch in Summe die meisten Vorteile für Menschen, die täglich länger am Bildschirm arbeiten. Der Wechsel der Arbeitshaltung führt automatisch zu mehr Bewegung, sodass die Muskeln aktiviert sowie Wirbelsäule und Bandscheiben entlastet werden. Auch die Aufmerksamkeit erhöht sich. Insgesamt hilft ein ergonomischer Schreibtisch, der sich in der Höhe anpassen lässt, vielen gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, die sich durch eine falsche und einseitige Haltung ergeben können.

Die optimale Höhe für den Arbeitstisch ist allgemein von der individuellen Körpergröße abhängig. Mit einem in der Höhe verstellbaren Schreibtisch lässt sich flexibel die jeweils gewünschte Tischhöhe einstellen. Für Kinder und Jugendliche ist ein mitwachsender Schreibtisch sogar besonders zu empfehlen, weil er mit dem Alter und der Körpergröße mithält und sich immer wieder in der Höhe anpassen lässt.

Anders ist das bei einem starren Tischgestell. Bei erwachsenen Menschen sollte die Tischplatte für die sitzende Tätigkeit am Bildschirm etwa 74 Zentimeter hoch sein oder innerhalb einer davon abweichenden Toleranz von maximal zwei Zentimetern liegen. Bei einem festen Stehschreibtisch liegt dieser Wert bei 105 Zentimetern, wobei auch hier eine Toleranz von zwei Zentimetern nach unten oder oben bestehen kann. Ein Schreibtisch, dessen Höhe sich nicht flexibel einstellen lässt, hat in der Gesamtbetrachtung aber deutliche Nachteile.

Ergonomische Arbeitsmittel für die Bildschirmarbeit

Zur Arbeit am PC gehören Tastatur und Computermaus dazu. Auch diese Arbeitsmittel tragen in einer ergonomischen Ausprägung dazu bei, dass Menschen in einer die Gesundheit schonenden Weise ihrer Bildschirmarbeit nachgehen können. Eine ergonomische Tastatur lässt sich beispielsweise unabhängig von einem Bildschirm nutzen. Das bedeutet, ein separates Eingabegerät sollte aus ergonomischer Sicht den Vorzug erhalten gegenüber einer direkt in den Laptop integrierten Tastatur. Dadurch lässt sich das Keyboard auf dem Tisch schräg stellen, was sich beim Tippen positiv auf die Haltung der Hände auswirkt.

Die Hände selbst brauchen vom Rand der Tastatur bis zur Tischkante einen Platz von etwa 10 bis 15 Zentimetern. Besonders ergonomisch gestaltete Tastaturen besitzen eine Auflage für die Handballen und sind mit einem nach oben gewölbtem und geteiltem Tastenfeld ausgestattet. Bei einer Computermaus treffen die ergonomischen Attribute zu, wenn die Gerätegröße mit der Handgröße harmoniert.

Grundsätzlich müssen alle Arbeitsgeräte ihrer Funktion entsprechen, damit sie die ergonomischen Anforderungen an die Bildschirmarbeit erfüllen. Hier ist auch wichtig, dass von den Geräten keine Gefahr ausgeht, etwa durch ein defektes Gehäuse oder Schadstoffe im verwendeten Material. Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung, dass die Mitarbeiter in einem ergonomischen Arbeitsumfeld tätig sein können.

Arbeit am PC-Arbeitsplatz kann zu Belastungen führen

Viele Menschen arbeiten sehr häufig und lange vor dem Bildschirm. Ein Großteil kennt daher bereits die Vielzahl an unterschiedlichen Beschwerden, die sich durch zu lange Bildschirmarbeit ergeben können. Kopfschmerzen, trockene oder brennende Augen, ein schlechtes Sehvermögen oder Schmerzen in der Muskulatur sind allgegenwärtig. Ursache dafür ist in den meisten Fällen ein nicht optimal eingerichteter PC-Arbeitsplatz, der gesundheitliche Probleme begünstigen kann.

Die Augen werden in Mitleidenschaft gezogen, weil die Bürobeleuchtung fehlt oder unzureichend ausgestaltet ist. Auch ein fehlerhaft eingestellter Bildschirm wirkt sich negativ auf die Augen aus, weil der Screen zu hell oder dunkel leuchtet. Eine falsche Sitzhaltung oder zu langes Sitzen führt dagegen zu Muskelbeschwerden. Langfristig kann die dauerhafte Nutzung eines schlecht eingerichteten Bildschirmarbeitsplatzes chronische Erkrankungen wie etwa Typ-II-Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme und Muskel-Skelett-Erkrankungen fördern.

Tipps für gesundes Arbeiten am Bildschirm

Um zu vermeiden, dass dauerhaftes Arbeiten an einem Bildschirmarbeitsplatz negative gesundheitliche Konsequenzen hat, sind Maßnahmen nützlich, die sich im Büro leicht umsetzen lassen. Wichtigste Grundlage ist, dass der Arbeitsplatz für einen gesunden Arbeitsalltag allen ergonomischen Anforderungen ohne Ausnahme entspricht. Durch gesetzliche Vorgaben sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, sich um Ergonomie am Arbeitsplatz zu kümmern und auch die Kosten dafür aufzubringen. Neben den bereits genannten Aspekten gehören dazu auch Themen wie die richtige Bürobeleuchtung, die optimale Luftfeuchtigkeit oder Maßnahmen bei Hitze im Büro.

Besonders regelmäßige Pausen sind bei der Bildschirmarbeit von Bedeutung. Das Auge wird beim Blick auf den Bildschirm sehr gefordert. Es ist deshalb ratsam, den Blick öfter vom Bildschirm abzuwenden und Aufgaben zu erledigen, ohne auf den Monitor schauen zu müssen.

Das Zusammenspiel von ergonomischen Arbeitsmitteln mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch und das Bewusstsein für die eigene Gesundheit schaffen ein positives Arbeitsumfeld. In diesem Umfeld wird die Bildschirmarbeit über einen längeren Zeitraum einerseits Spaß machen, andererseits aber auch alle gesundheitlichen Aspekte aufnehmen und berücksichtigen.

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